Wie KMU Outplacement gezielt einsetzen können

admin Blog

Ein langjährig angestellter Mitarbeiter, der viele Jahre gut gearbeitet hat ist plötzlich im Unternehmen nicht mehr sinnvoll einsetzbar. Oft werden solche Mitarbeiter lange Zeit von einer Stelle auf eine andere versetzt. Aber weder Mitarbeiter noch Vorgesetzte sind damit glücklich. Irgendwann kommt der Punkt, an dem endlich klare Verhältnisse geschaffen werden müssen.

Outplacement: Verantwortung wahrnehmen

Outplacement ist in diesen Fällen eine gute Möglichkeit, als verantwortungsvolles Unternehmen zu agieren und den Mitarbeiter zu bewegen, sich auf die Suche zu machen. Gleichzeitig ist es ein Weg, zu einer einvernehmlichen Trennung zu kommen.

Outplacement bezeichnet eine vom Unternehmen finanzierte Dienstleistung für ausscheidende Mitarbeiter, die als professionelle Hilfe zur beruflichen Neuorientierung bis hin zum Abschluss eines neuen Vertrages oder einer Existenzgründung angeboten wird. (Quelle Wikipedia)

Faktor Unsicherheit

Mitarbeiter, die lange Zeit in ein und demselben Unternehmen gearbeitet haben, sind oft unsicher, wie sie sich am Arbeitsmarkt bewerben sollen. Das beginnt damit, dass sie nicht wissen, was genau sie eigentlich in der Zukunft machen wollen. Gleichzeitig hat sich die Form einer Bewerbung im Laufe der Jahre stark verändert. Auch das löst Unsicherheit aus. Und letztendlich ist es oft die Angst, allein gelassen zu werden – in einem neuen unsicheren Umfeld. Deshalb „kleben“ viele Mitarbeiter jahrelang an ihrem Stuhl.

Outplacementberater einsetzen

Hier kann ein guter Outplacementberater helfen. Sie können bereits im Vorfeld solch einen Outplacementberater mit dem oder den betroffenen Mitarbeitern in Kontakt bringen. So können Sie sich als Unternehmer wie auch der/die Mitarbeiter ein Bild machen.

Was macht einen guten Outplacementberater aus?
  • Gutes Outplacement setzt immer eine ganzheitliche Betrachtung voraus. Dies meint im einzelnen:
    Den ganzen Menschen sehen – mit seinen Emotionen, dem sozialen und familiären Umfeld, der finanziellen Situation und Erfahrungen mit Veränderungen. Dazu gehört auch die Wertestruktur des Mitarbeiters.
  • Welche Wünsche für die Zukunft und welche Ziele werden geäußert? Hier sieht man sich genau an, welche Qualifikationen und Potentiale gibt es, wo liegen die Stärken und Schwächen und wie ist die Bilanz aus Leistung und Erfolg. Dabei sind das Selbstbild und Fremdbild wie auch Motivation wichtige Faktoren.
Gemeinsam Ziele erarbeiten

Wenn all diese Informationen vorliegen, geht es um die Zielsetzung. Mögliche Berufsfelder werden definiert, bewertet und ausgewählt. Abhängig davon, ob der Mitarbeiter weiterhin angestellt werden oder selbstständig werden möchte, nimmt der Outplacementberater zusammen mit dem Mitarbeiter eine Auswahl potentieller Unternehmen vor.

Bewerbungsstrategie erarbeiten

Erst jetzt wird eine Strategie für die Bewerbung angegangen, damit der Bewerber fokussiert und fit ist für den Bewerbungsprozess.

  • Wissen über Bewerbungskanäle,
  • Offener und verdeckter Stellenmarkt und
  • Klassisches Bewerbungstraining.
Begleitung im neuen Job

Idealerweise wird der Mitarbeiter für die ersten Monate im neuen Job gecoacht, damit das Eingewöhnen an den neuen Arbeitsplatz und damit der neuen Firmenkultur leichter und reibungsloser wird. Denn es ist nichts unglücklicher, als nach vielen Jahren endlich den Schritt an den Arbeitsmarkt gegangen zu sein, um dann wegen fehlender Anpassungsfähigkeit die Probezeit nicht zu überstehen.

Ihr Einsatz zahlt sich aus

Finden Sie als Unternehmer solch eine Lösung und setzen diese erfolgreich um, dann haben Sie nicht nur einen langjährigen Mitarbeiter glücklich gemacht, sondern auch anderen gezeigt, dass Sie Ihre Verantwortung als guter Arbeitgeber annehmen und umsetzen.

Autorin: Elke Saager, TAB Berlin-Süd und Teltow-Fläming

Wenn sich klein- und mittelständische Unternehmer im Süden Berlins regelmäßig in ihren TAB Unternehmerboards miteinander austauschen, stehen oft Personalthemen an oberster Stelle. Elke Saager moderiert und begleitet diese Prozesse.